Mauritius und seine Strände
Bedingt durch den vulkanischen Ursprung der Insel ist die Küste durch eine Mischung aus Felsenformationen und Sandstränden geprägt. Lange Strände sind auf Mauritius eher eine Seltenheit, dennoch gibt es sie. Mit unseren „Hausstrand“ in „Flic en Flac“ und dem südlicher gelegenen „Le Morne Beach“ haben wir zwei dieser Strände kennengelernt.
Baden, Schwimmen und Schnorcheln in der Lagune
In den Lagunen gibt es auch in Strandnähe Möglichkeiten zu Schnorcheln. Zu hohe Erwartungen sollte jedoch nicht erwartet werden. Spaß macht es allenmal😉.
Gut zu wissen!
Strandleben
Viele sehr schöne Strände sind von hochpreisigen Hotels als für das Land wichtige wirtschaftliche Größe belegt. Dennoch gibt es ausreichend Platz für Einheimische und somit auch für die mehr individuell reisenden Urlauber. Vorteil der öffentlichen Strände ist, dass es „immer was zu sehen“ gibt 😎! Reicht von einer rituellen Zeremonie (siehe oben) über familiäre Strandlager bis hin zu Musik und Sega-Tänzen.
Strömung!
Fast alle Strände sind durch Korallenriffe umgeben und somit vor zu starken Wellengang geschützt. Innerhalb der dadurch entstandenen flachen Lagunen war es immer angenehm, zu schwimmen und auch zu schnorcheln. Das Korallenriff dient als Wellenbrecher. Allerdings konnten je nach Wind auch recht starke Strömungen auftreten. Da diese zum Ufer gerichtet sind, waren sie bei üblicher Vorsicht nicht gefährlich. Zumindest konnte meine Frau Angelika als „Wasserratte“ im Meer auch längere Strecken schwimmen.
Der Zugang zum Waser kann durch Steine und abgestorbenen Korallen unangenehm werden. Nicht überall, es ist dennoch überlegenswert, Badeschuhe mitzunehmen!
Service
Da sich der Tourismus stark an Hotelunterkünften orientiert, sind Service-Angebote wie Toiletten, Duschen und Verleih von Liegen an öffentlichen Stränden nur spärlich vorhanden.
Schöner Hausstrand: „Flic en Flac Beach“
Eines der Gründe für die Auswahl unseres Apartments war die Nähe zum „Flic en Flac Beach“. Auch wenn er nur teilweise mit Stränden in der Karibik vergleichbar ist, der etwa 8 km lange Strand bietet genügend Platz und Badeerlebnisse. Besonders am Wochenende wird der Strand auch gern von Einheimischen besucht.
Auf der gesamten Strandlänge ist der Beach von einem Riff geschützt und die Wassertemperaturen sind angenehm. Besonders bei Ebbe ist die Lagune auch weit draußen so flach, dass Stehen im Wasser möglich ist.
Der gesamte Strandabschnitt ist am Ufer frei zugänglich, auch in der Hotelzone. Die Regel ist: Am Strand gehen und im Ozean schwimmen ist überall erlaubt, verweilen nicht. Zumindest in den sehr hochpreisigen Luxushotels setzen dies die Security-Mitarbeiter auch durch. Am Strand des Sugar Beach Golf & Spa Resort konnte ich dies selbst beobachten.
Im nördlichen Abschnitt des Strandes befinden sich Food-Container, viele mit lokalen Essensangeboten.
Le Morne: Beach und UNESCO-Welterbe
Der „Le Morne Beach“ mit seiner spektakulären Sicht auf den 556 Meter felsigen Berg „Le Morne Brabant“ ist wohl der bekannteste Strand auf Mauritius. Damit ist er auch ein in Reiseberichten sehr oft beschriebene und auf Postkarten häufig fotografierte touristische Region. Die Lagune ist durch ein langes Riff vom Wind geschützt und bei der einheimischen Bevölkerung beliebt. Auf der gleichnamigen Halbinsel befinden sich auch einige sehr luxuriöse Hotels.
Gedenken an das Ende der Sklaverei
Bereits vor meiner Ankunft auf der Insel hatte sich ein Bericht in einer TV-Dokumentation über den Berg „Le Morne Brabant“ und dem zugehörige „Le Morne Beach“ eingeprägt. Mich hatte es sehr berührt, dass zur Sklavenzeit das unwegsame Gebiet des felsigen Berges Rückzugsort von entlaufenden Sklaven war und ihnen am 01. Februar 1835 ein fataler Irrtum den Tod brachten. Eine Gruppe von britischen Polizisten hatten die Aufgabe, die Nachricht von der Abschaffung der Sklaverei zu überbringen. Einige der entlaufenden Sklaven glaubten jedoch, dass die Polizisten sie gefangen nehmen wollten und stürzten sich vom Felsen in den Tod.
Eine kleine Gedenkstätte am Fuße des „Le Morne Brabant“ erinnert daran. Der 01. Februar ist auch ein Feiertag des Gedenkens gegen Sklaverei.
Wir selbst kamen nach einigen Tagen mit „suboptimalen“ Wetter und einer gefällten Entscheidung, kein Auto zu mieten, zur spontanen Idee, mit dem Bus nach „Le Morne“ zu fahren und den sonnigen Tag dort zu genießen. Die Busfahrt war etwas abenteuerlich, hat aber funktioniert.














